Fachklinik Curt-von-Knobelsdorff-Haus

Vollstationäre Rehabilitation

Rehabilitation - Was ist das?

Die Rehabilitation ist eine meist 8- bis 16-wöchige Behandlung, die in der Regel von der Rentenversicherung geleistet wird. (Da mit einer Suchterkrankung oft die Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist, hat die Rentenversicherung den gesetzlichen Auftrag, eine drohende Berentung durch medizinische Rehabilitation zu verhindern.) Andere Begriffe, die aber das gleiche meinen, sind Entwöhnungsbehandlung oder Langzeittherapie.
Die Rehabilitation richtet sich an Männer, die gewillt sind, ihre Suchterkrankung nachhaltig zu überwinden und dazu therapeutische Unterstützung benötigen.
Die Rehabilitation kann in stationärer oder ganztägig ambulanter Form erfolgen. Die Behandlungsdauer richtet sich nach den gemeinsam festgelegten Behandlungszielen und dem Behandlungsverlauf. In der Rehabilitation kommen zahlreiche therapeutische Elemente (z.B. Einzel- und Gruppentherapie, Ergotherapie, Arbeitstherapie, Sporttherapie, Unterricht) zur Anwendung. Das Behandlungsteam setzt sich dementsprechend aus vielen unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen (z.B. Ärzte, Psychologen, Sozialtherapeuten, Ergo- und Arbeitstherapeuten).
Unser Verständnis von Suchterkrankungen und die genaue Form unserer Behandlung sind in einem mit dem Leistungsträger abgestimmten Therapiekonzept dargestellt. Für welche Personengruppe unser Angebot besonders gut geeignet ist, erfahren Sie unter der Überschrift Indikation.

Ganztägig ambulante Rehabilitation

Morgens kommen - abends gehen!

Wir halten in der Rehabilitation zehn tagesklinische (ganztägig ambulante) Behandlungsplätze vor. Die Männer, die diese Behandlungsform in Anspruch nehmen, kommen morgens von ihrem Wohnort zur Klinik und fahren nach dem therapeutischen Tagesprogramm wieder heim. Die ganztägig ambulante Behandlung kommt allerdings nur für Patienten in Betracht, die in der Nähe der Klinik wohnen (maximale Fahrtzeit 1 Stunde), über ein weitgehend stabiles soziales Umfeld und eine schon gefestigte Abstinenzfähigkeit verfügen.
Vorteil der tagesklinischen Maßnahme ist es, dass der Patient unmittelbar überprüfen kann, inwiefern er die bisher in der Behandlung erreichten Veränderungen auch in seine gewohnte Alltagsumgebung übertragen kann. So gesehen ist diese Behandlungsform ein gutes "Realitätstraining" und stellt eine gute Vorbereitung auf die spätere Entlassung dar. Die Zeiten, die zu Hause verbracht werden, sind somit ein wichtiger Teil der Therapie und werden mit den Patienten vor- und nachbesprochen.
Es besteht auch die Möglichkeit, eine Reha stationär zu beginnen und erst im Verlauf zur ganztägig ambulanten Behandlungsform zu wechseln.